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Rolfing wurde von der amerikanischen Biochemikerin Dr. Ida P. Rolf entwickelt. Im Gegensatz zu anderen manuellen Therapien, die im Körper nur einzelne Symptome behandeln, wollte sie die komplexe Gesamtstruktur der Körperhaltung verbessern und nannte ihr System deshalb "Strukturelle Integration".
Viele Faktoren beeinflussen im Laufe unseres Lebens unsere Körperstruktur. Genetisches Erbe, angenommene Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten oder traumatische Erlebnisse (Unfälle, physischer und emotionaler Stress).
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| Beispiele für Körperstrukturen |
Wer aus der „Balance“ geraten ist, kann sich nicht mehr frei und leicht bewegen. Außerdem ist die Atmung schwerer und flacher als sie sein könnte. Es kommt zu physischen und emotionalen Einschränkungen. Es können sich chronische Verspannungen, Schmerzen und andere unangenehme Symptome entwickeln.

Verantwortlich für die Veränderungen der Körperform ist das Bindegewebe. Die Faszien, die im buchstäblichen Sinne alle Strukturen im Körper verbinden. Das Bindegewebe besteht vor allem aus Collagen-Fasern in einer flüssigen Umgebung. Es hat die Eigenschaft, Zugspannungen zu übernehmen und weiterzuleiten und die Fähigkeit, sich langfristig an die Stärke und die Richtungen dieser Kräfte anzupassen. Fehlhaltungen führen zu Verkürzungen und Verdickungen in bestimmten Regionen.
In der Rolfing Behandlung wird mit gezieltem manuellen Druck das Bindegewebe umgeformt. Der Körper wird dabei aufgerichtet und ins Gleichgewicht gebracht. Das Ziel ist eine gelöste, aufrechte Haltung, leichte Bewegungen und eine freiere Atmung.
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| Klienten vor der 1. und nach der 10. Session |
Die im Rolfing angestrebte integrierte Struktur vermeidet die Fehlbelastung von Gelenken und eine Überbelastung von Gewebe. Häufig wird dadurch chronischen Schmerzen die Grundlage entzogen.
Neueste Forschungen der Neurologie weisen dem Bindegewebe außerdem die Rolle des sensorischen Teils unserer Bewegungsintelligenz zu. Daher beeinflußt die Arbeit mit dem Bindgewebe direkt die Fähigkeit unseres Gehirns, Form und Bewegung effektiv zu koordinieren.
Einige Klienten erleben, wie vergrößerte Bewegungsfreiheit und erhöhtes Atemvolumen emotionale Einschränkungen auflösen.
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